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Re: *BSD Erfahrung

Autor: Christian Sahm (christian_at_saweso.com)
Datum: Die 06 Apr 2004 - 14:59:35 CEST

Am 06.04.2004 um 14:15 schrieb Sascha Roth:

> Hallo zusammen!

Hi Sascha,

> Mir ist bewusst, dass es sich bei der LUG Untermain um eine LINUX
> Usergroup handelt.
> Ich wollte dennoch einmal von euch wissen, in wie weit ihr schon
> Erfahrungen mit *BSD und Unix
> ähnlicheren Betriebssystemen gemacht habt.

auch wenn das L in LUG für Linux steht, denke ich dass es kaum jemanden
stören wird, trotzdem unixoide
Themen anzugehen, die nur mit Linux verwandt sind. Wir haben in der LUG
ein paar Jungs, die schon aus beruflichen Gründen mit den echten Unices
vertraut sind (HP UX, AIX, Solaris...) und auch privat so ziemlich
alles laufen haben/hatten was irgendwie an Unix erinnert.
Persönlich kann ich mit folgendem aufwarten, was bei mir mal lief/läuft:
Solaris 8 und 9 für x86, FreeBSD 4.x und 5.x, OpenBSD 3.x, Darwin (aka
Mac OS X, basiert auf 4.4BSD, s.a.
http://www.apple.com/opensource/)

> So wirklich einen Unterschied konnte ich bisher noch nicht
> herausfinden, da ich nur ein bisschen was gelesen
> habe; Wenn mich nciht alles täuscht hatte ich auch einmal FreeBSD auf
> einer Kiste, ist dann aber schon länger her.

Gut, Unterschiede gibt es schon, teils auch heftige (such z.B. mal eine
"Partition" unter BSD ;-). Aber generell
fallen einem dabei eher die Parallelen auf. Was bei ähnlichen
OS-Konstrukten (mit Ausnahme von
Gerätedateien, Kerneltechnologien und Hardwarebenutzung) und bei meist
identischen Werkzeugen
(z.B. GNU) auch nicht schwer fällt.

> Ich habe nur gehört, dass z. B. die genauigkeit der Pfade usw. bei den
> *BSDs besser sein soll.
> Haut mich jetzt bitte nicht , wenn ich was falsches sage; meine
> Erfahrungen sind doch noch SEHR gering.
> Wäre es aber vielleicht auch nicht mal ein Gedanke wert, wenn man von
> vornherein sichere Betriebssysteme
> auf einem Server installiert (OpenBSD - ein Sicherheitsloch in sieben
> Jahren, oder so)... ?!

Wenn Du dir OpenBSD mal genauer anschaust (was ja durchaus zu empfehlen
ist), wird Dir auffallen,
dass OpenBSD deshalb so sicher ist, weil man die Sicherheit per default
der Nutzbarkeit vorzieht. Wenn
Du ein Adamantix (derber, supersicherer Abkömmling von Debian)
installierst und alle Dienste/Server
ausmachst, ist das genauso sicher (wenn nicht sicherer) wie OpenBSD.
Die Werkzeuge die in OpenBSD
Verwendung finden (gegen BufferOverflows z.B.) sind schon in anderen
Varianten portiert und funktionieren
super unter Linux. So gut, dass ich mich schonmal selbst aus Adamantix
ausgeschlossen hab... ;-)

Aber egal was auf nem Server läuft (ok, außer Redmonder Müll), ob jetzt
Linux, *BSD oder ein "echtes UNIX",
es ist nur so sicher, wie der Admin gut ist und es sicher macht.

> Lasst mal wieder etwas von euch hören... Wir wollen Traffic auf der
> ML! ;-P

Ist somit geschehen.

> Viele Grüße,
> ~ Sascha

Gruß
Christian

-- 
Christian Sahm
ICQ 108601853
GPG Public Key: http://www.oranged.de/christiansahm.asc
Fingerprint: 4085 DD11 A664 6677 31BA 1E39 E5BE EE5D 7F08 A929
Whoa, I did cat /vmlinuz > /dev/audio and I think I heard god !!!
--

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