Startseite
Über uns
Stammtisch
Über Linux
SW-Patente
Rezensionen
Mailingliste
Online-Mail-Archiv
LUG-IRC Channel
LUG-IRC Statistik-NEU-
Gästebuch
Arbeitsgruppen
Softwaredownloads
Vorträge
FAQ & Hints
HOWTOs
Doku-Wiki -NEU-
LUG-Kalender
Links
Blog
LUGUM-Planet
hosted by
User-Bereich
(passwortgeschützt)
Passwort vergessen?
148 Mitglieder
Anmelden - HIER -
|
FAQ's und Hints
Wie verwende ich eine Broadcom NetXtreme Gigabit Ethernet Karte in Debian Sarge?
Das war der Anlaß: Im schönen neuen Firmen-Notebook werkelte ein unvermeidliches Windows XP Professional völlig reibungslos mit der Netzwerkkarte. Und massig ungenutzter Plattenplatz lockte. Aha, das muß doch auch irgendwie mit Linux gehen, oder?
Und schon war erstmal partitioniert und ein Fedora Core 1 installiert.
Siehe da, Netzwerkkarte wurde erkannt, Ethernet konfiguriert, lief auf Anhieb, alles prima. Jetzt mußte - natürlich - noch Debian her, man gönnt sich ja sonst nichts... Also Debian noch dazuinstallieren, warum auch nicht, auf dem Desktop-PC läuft es bei mir ja auch. (Nach vielerlei Mühen mit zuuu neuer Soundkarte und Grafikboard, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden...) In einer Debian Sarge Version mit einem Kernel 2.4.22-bf2.4 (Basis war eine Debian Installations-DVD vom Linux-User-Heft Jan 04). Muss sein, schließlich ist Debian das Beste und ohne dem wird man in der LUG gar nicht wahrgenommen ;-)
Aber aufgepaßt, schließlich mußte ich auch im Desktop schon die Ethernet-On-Board Karte erst erkennen und das richtige Treibermodul "e100" manuell dazukonfigurieren, Debian selbst hatte die nicht erkannt, anders als Fedora und SuSE.
Und auf geht's: Debian von der gleichen DVD auf das Notebook installiert, konfiguriert - oops, keine Netzwerkarte erkannt - KDE, XF86Config-4, fstab für Zugriff auf die Fedora- und eine Windows-Partition, Sound, und all die normalen Nettigkeiten einer Debian Installation. Hui, wie, keine Netzwerkkarte? Unter Fedora geht's doch! So war nun die Lage:
Mit "modconf" alle möglichen Treiber-Module versucht: Fehlanzeige. Vielleicht weitere Packages auf der DVD? Fehlanzeige. Im Internet nach Debian Packages suchen, die... Ach so, geht ja nicht. Weiter am anderen PC oder laufend ins Fedora booten. Mann, ohne Internet ist man ja hilflos, kein "apt-get install...." von außerhalb geht. Erstmal SW-Transportweg schaffen, um Gleichartiges vom Debian auf dem Desktop ins Debian auf dem Notebook zu bringen, denn schließlich hatten nun beide den gleichen Kernelstand 2.4.22-bf2.4: FTP-Server auf Desktop, mit gFTP unter Fedora auf das Notebook, booten ins Debian, nach fstab-Eintrag Zugriff ins Fedora-Verzeichnis, copy.
Was wird denn eigentlich gebraucht? Mal langsam und etwas mehr Plan: also, wie heißt die Karte? In Fedora und Win nachgesehen: "Broadcom NetXtreme Gigabit Ethernet Controller".
Aha.
Etliche Googles und Usenet-Recherchen später war klar:
gibt's unter ganz Debian nicht als Pakete oder gar fertige Treiber-Module. Na ganz toll.
Aber Sourcen gibt es: BCM5700 sollen die richtige Sourcen für ein Treiber-Modul sein. Zm Do-it-yourself-Kompilieren, wenigstens schon mit Hinweisen für Debian.
Ach du Schande, das geht nicht ohne Hilfe aus der LUG, wo ich doch schon neulich mit dem ATI-Modul für meine Grafikkarte Radeon 9800 und fehlendem XFree-4.3.0...
Aber weiter im Text und mit viel Hilfe der LUG. Das Vorgehen, zunächst alles auf dem Desktop-System:
Ein Paket "bcm5700-source_7.1.9-2_all.deb" herunterladen. Mit KPackage das Paket installieren, es liegt im Verzeichnis /usr/src eine gepackte Datei "bcm5700.tar.gz" an. Entpacken ins Verzeichnis /usr/src, mit "Ark"/KDE oder "tar..." auf der Konsole. Dadurch werden die Verzeichnisse /usr/src/modules/bcm5700/debian und /usr/src/modules/bcm5700/src mit einer Reihe Dateien sowie READMEs in /usr/src/modules/bcm5700 angelegt.
Die README beschreibt Installation als RPMs - na gut, das kommt hier nicht in Frage - und aus Sourcen, na das ist ja hier gefragt. Gut, man solle ins Verzeichnis "src" wechseln und "make" ausf¨hren. Hm, welches "src" ist gemeint? Das /usr/src oder /usr/src/modules/bcm5700/src?
Vermute Letzteres. Moment, jetzt fehlt ja noch was Gravierendes: die Kernelsourcen, gegen die das Modul erzeugt werden soll! Um nun mal zwei, drei Abende mit Irrungen und Wirrungen zu üerspringen: bei mir mußte ich von der DVD folgende Pakete mit jeweils "apt-get install " installieren:
kernel-source-2.4.22 (spielt "kernel-source-2.4.22.tar.bz2" ins Verzeichnis /usr/src, das man genau da entpackt)
kernel-headers-2.4.22-bf2.4
kernel-patch-debian-2.4.22
kernel-package
kernel-tree-2.4.22
(Ich hoffe, ich habe noch alle zusammenbekommen. Bei den drei letzteren bin ich nicht mehr so sicher, ob die unbedingt nötig waren für das Modul, aber geschadet hat's nichts.)
Damit sind folgende Verzeichnisse mit entsprechend sehr vielen Dateien neu im Verzeichnis /usr/src angelegt:
kernel-headers-2.4.22-bf2.4 kernel-patch kernel-source-2.4.22
Hoppla, kein /usr/src/linux zu sehen ! Was fehlt, ist ein Symbolischer Link, also auf der Konsole als root:
"ln -s /usr/src/kernel-source-2.4.22 /usr/src/linux"
Version üerprüfen mit: "uname -r", zeigt "2.4.22-bf2.4". Aha!
Dann wechseln ins Verzeichnis /usr/src/linux (der symlink):
"cd /usr/src/linux", dort "make-kpkg --config menuconfig --append-to-version "-bf2.4" configure debian modules_image"
Ich muß hier ja nicht erwähnen, daß ich das "-" vor bf2.4 vergessen hatte, die Geschichte erstmal in die Hose ging und ich in der include/linux/version.h in den Kernelsourcen die Version manuell setzen mußte...(#define UTS_RELEASE "2.4.22-bf2.4")
Danach also ein reduziertes: "make-kpkg --config menuconfig configure debian modules_image" Hui!
Ein ganzer Wald an Meldungen beim Compile rauscht am Schirm runter! Letze Zeile lautet : "Module /usr/src/modules/bcm5700 processed fine"
Na, super, das hört sich schonmal gut an! Alle Meldungen durchscrollen: kein Error, Wow...
Aber: hey, kein Modul "bcm5700.o" zu finden. Nicht mit "Datei suchen" in KDE und nicht mit "find /usr/src/modules -name '*.o' -print" ! Wassndas? Oh, aber ein neues ".deb" Paket in /usr/src namens "bcm5700-module-2.4.22_7.1.9.2+10.00.Custom_i386.deb"!! Jawoll!
Ein "dpkg -c bcm5700-module-2.4.22_7.1.9.2+10.00.Custom_i386.deb" zeigt die Inhalte, wie z.B. viele Docs und Manpages und als letztes ein Modulname "./lib/modules/2.4.22/bcm/bcm5700.o". Sauber.
Aber, "nur" für einen Kernel 2.4.22 und nicht 2.4.22-bf2.4. Na, könnte dennoch klappen, einfach versuchen.
Und so ging's weiter, auf dem Notebook: So weit, so gut. Jetzt das Modul auf das Notebook unter Fedora mit FTP rübergezogen, Debian gebootet, Paket installiert mit "dpkg -i bcm5700-module-2.4.22_7.1.9.2+10.00.Custom_i386.deb" (sau-blöder Paketname zum Abtippen !) (wir erinnern uns, geht nur weil beide System exakt gleiche Kernelversion haben...), das legt dort ein "/lib/modules/2.4.22/bcm/bcm5700.o" an, mit "insmod /lib/modules/2.4.22/bcm/bcm5700.o" Modul eingeklinkt, aha, "lsmod" zeigt es, mit "ifconfig eth0 192.168.0.9 up" die Ethernetkarte angesprochen und IP-Nr zugewiesen und voila:
der erste ping geht durch! Whooopeee!
Klasse jetzt noch Abschlußarbeiten:
"bcm5700.o" in das "../2.4.22-bf2.4/kernel/drivers/net" kopieren, "update-modules" "depmod" die "/etc/network/interfaces" war ultrakurz und enthielt nur die loopback Daten, also folgende Zeilen hinein:
auto eth0
iface eth0 inet static
pre-up /sbin/modprobe /lib/modules/2.4.22-bf2.4/kernel/drivers/net/bcm5700.o || /bin/true
address 192.168.0.9
netmask 255.255.255.0
network 192.168.0.1
broadcast 192.168.0.255
gateway 192.168.0.1
Vorsichtshalber gleich mal mit Neustart probiert... und geht!
Abspann:
Eine "/etc/resolv.conf" fehlte noch völlig, wodurch keine Namensauflösung ging.
Vermutung: da bei Installation überhaupt keine Ethernet-Karte gefunden wurde, ist wohl die Datei unter den Tisch gefallen. Anpassung für dhcp bleibt noch zu tun.
Axel Burwitz
|
Nächster Stammtisch
Sa 7.8.10
Ernst-Klug-Haus, Goldbach
Disclaimer
Impressum
News
- FBI soll leichter auf Nutzerspuren im Netz zugreifen dürfen
- Apps telefonieren nach Hause
- IETF will Standardisierung beschleunigen
- France Telecom meldet Umsatz- und Gewinnrückgang
- Software AG mit Umsatz- und Gewinnsprung
- Bundesnetzagentur greift gegen Telefonwerber durch
- Nintendo schreibt rote Zahlen
- Geldautomaten schlecht gesichert
- "Mehr IPv4-Adressen, bitte!"
- Vodafone nimmt Nexus One aus dem Regal
|